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1970er Jahre

Schwieriger als erwartet

Werner Schwarz stand 1979/80 im Kader des FC Wacker InnsbruckWerner Schwarz stand 1979/80 im Kader des FC Wacker Innsbruck

Im Jahr 1979 ist Wacker Innsbruck nach 15-Jähriger Oberhauszugehörigkeit in die zweite Division abgestiegen. Im Folgenden wird diese Saison nochmals analysiert.

Wacker Innsbruck startete als klarer Titelfavorit in die Saison

Wacker tat sich weitaus schwerer als erwartet. Zwar wurde zum Auftakt der Liga der Favoritner AC klar mit 5:0 aus dem Tivoli geschossen. Vor 5000 Zuseher schoss kein Unbekannter unser erstes Tor in der Zweiten Liga. Josef Hickersberger erzielte in der 13-Minute das 1:0 der Schwarzgrünen.

Wer gedacht hatte, in dieser Tonart würde es weitergehen, der irrte. Besonders gegen Mittelständler und Nachzügler tat man sich zumeist schwer. Hingegen wurde der spätere Aufsteiger SC Eisenstadt am Tivoli regelrecht vorgeführt. 5:0 endete das Spiel gegen die Burgenländer.

Alles fieberte aber dem ersten Tiroler Derby entgegen

Das letzte Spiel im Herbst 1979 überstrahlte alles – Derbyzeit in Tirol: Wacker Innsbruck gegen SPG Innsbruck. Seitdem Wacker Innsbruck 1971 mit der WSG Wattens fusioniert hatte, gab es im Profifußball kein Tiroler Derby mehr. Kaum ein Stammtisch oder ein Betrieb, in dem nicht über dieses Spiel diskutiert wurde. An diesem Spiel sah man, das der Fußball in Tirol noch lange nicht gestorben war.

Das Spiel hielt, was es versprach. 13.000 Zuseher hießen nicht nur Saisonrekord, sondern das war mit Abstand das best besuchteste Spiel der gesamten Bundesliga. Die zauberten Europacupstimmung ins Tivoli und bejubelten einen souveränen 5:1 Sieg von Wacker Innsbruck. Torschützen waren Hanschitz zwei, Kronsteiner zwei und Zanon. Den Ehrentreffer der SPG erzielte Kern. Trotz des Derbysieges überwinterte Wacker Innsbruck nur auf dem fünften Rang.

Im Frühjahr wollte man eine Aufholjagd starten

Zu Beginn der Frühjahrssaison schien noch alles gut zu laufen. Nach Siegen gegen den Favoritner AC, Alpine Donawitz und St. Veit folgte aber eine überraschende Heimniederlage gegen den Villacher SV.

Zwar eroberte Wacker Innsbruck kurzeitig die Tabellenspitze aber immer wieder dumme Ausrutscher brachten Wacker immer wieder unter Zugzwang. Der Showdown ohne Happy End.

Vor der letzten Runde lag Wacker Innsbruck zwei Punkte hinter SC Eisenstadt auf Rang Zwei und es war wieder Derbytime am Tivoli. Wacker Innsbruck gewann sein „Auswärtsspiel“ gegen die SPG Raika Innsbruck mit 2:0. Aber da

sich die Eisenstädter gegen den SC Simmering keine Blöße gaben und in Wien sicher mit 3:1 gewannen, beendete Wacker Innsbruck die Saison mit zwei Punkten Rückstand auf Rang zwei. Die Aufstiegsfeier musste verschoben werden.

Wacker Innsbruck stellte 1979/80 folgenden Kader:

Katnik, Schatz, P. Schwarz, Forstinger, R. Auer, Zappia, Zanon, Hickersberger, Freimüller, Stückler, We. Schwarz, Kronsteiner, Stöffelbauer, Castellano, Koreimann, Scheiber, Hanschitz, Pöll, Gollautschnig, Verhejen, Braschler, W. Auer;

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Geschrieben von Rudolf Tilg
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