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Ehemalige Spieler/innen und Trainer

Breuer Wolfgang

Die Fans am Innsbrucker Tivoli bejubelten zwei Jahre die Treffer von Wolfgang BreuerDie Fans am Innsbrucker Tivoli bejubelten zwei Jahre die Treffer von Wolfgang Breuer

1973 war er der erste Torschützenkönig in der Bundesliga für den FC Wacker Innsbruck . Von 1972 bis 1974  spielte er für Wacker Innsbruck und holte 1973 das Double. Wir gratulieren Wolfgang Breuer, gerufen „Bobby", recht herzlich zum heutigen Geburtstag.

Von Tuspo Bayreuth zum FC Bayern

Wolfgang Breuer durchlief, angefangen von der D-Jugend, alle Altersklassen der Jugendabteilung von Tuspo Bayreuth. 1962 rückte er in die erste Mannschaft auf und feierte als vielfacher Torschütze mit Tuspo zweimal den Aufstieg. 1965 wagte Wolfgang dann den Sprung zu den Bayern. Aber nicht zu den Münchnern sondern zum Regionalligisten FC Bayern Hof. 1972 wurde er mit den Bayern in der Regionalliga Süd Vizemeister hinter den Kickers aus Offenbach. Immerhin erzielte Wolfgang für Bayern Hof 156 Tore, was auch in der Bundesliga nicht unbemerkt blieb Der VFB Stuttgart und der erste FC Köln warben um ihn. Etwas intensiver waren da schon die Bemühungen von Fritz Walters FC Kaiserslautern und sogar die Münchner Bayern klopften an.

Wacker Innsbruck, erste Adresse

Schließlich entschied sich Wolfgang Breuer im Sommer 1972 nach Innsbruck zum dortigen Meister Wacker zu wechseln. Schon alleine daran kann man sehen, dass Wacker Innsbruck schon in den frühen Siebzigern eine erstklassige Fußball-Adresse in Europa war. Die Mannschaft kannte Wolfgang von Freundschaftsspielen her und bei den Schwarz-Grünen waren auch eine ganze Reihe an Nationalspielern engagiert. Friedl Koncilia, Eschlmüller, Skocik, Eigenstiller, Kriess, Hattenberger, Wolny, Siber Jara und der Däne Ove Flindt-Bjerg, so wie sein Landsmann und ehemaliger deutscher Nationalspieler Hans Rebele kickten in der Saison 1972/73 unter Anderen in den Reihen von Wacker Innsbruck.

Nach anfänglichen Turbulenzen im Trainerbereich, Trainer Egon Herlan hatte nach schwachem Start das Handtuch geworfen, Branko Elsner sprang als „Fbreuer_mannschaftsfotoeuerwehrmann" ein. „Zapf" Gebhardt übernahm im Winter 1973 die Wackerianer und im darauffolgenden Frühjahr kam dann der schwarz-grüne Express so richtig auf Touren.

In der Meisterschaft so wie auch im Cup konnten die Rapidler in Schach gehalten werden und es wurde souverän das Double geholt. Maßgeblichen Anteil daran hatte auch „Bobby" Breuer, der mit 22 Treffern Torschützenkönig in der österreichischen Nationalliga wurde. Was früher Wolny-Siber-Redl für Wacker Innsbruck waren, war in der Saison 1972/73 das Trio Flindt-Breuer-Jara.

Ein Wiedersehen am Achensee

In der zweiten Saison lief es für den Deutschen nicht mehr so gut. Man muss jedoch dazu sagen, dass „Bobby" in dieser Saison meistens im offensiven Mittelfeld spielte und dennoch 11 Tore zum Vizemeister Titel. 1973/74 beisteuerte. Den dritten Titel in Folge verpassten die Innsbrucker denkbar knapp, um einen Punkt. Während Wacker in der letzten Runde bei Sturm Graz nur einen Punkt holte, gewann Verfolger Vöest Linz bei der Vienna mit 2:0.

Insgesamt spielte Breuer 58 Meisterschaftsspiele für Wacker und es gelangen ihm dabei nicht weniger als 33 Treffer. Im Cup war er 11 Mal im Einsatz (6Tore) In seinen vier internationalen Einsätzen, gelang „Bobby" leider kein Tor.

1974 kehrte Breuer dann in seine Heimat zurück. SpVgg Bayreuth machte das Rennen um den ehemaligen Torjäger. Bis 1982 spielte er für Bayreuth und beendete dann am 29 Mai 1982 seine aktive Karriere gegen den SC Freiburg.

Von 1974 bis 1982 absolvierte Wolfgang Breuer 198 Spiele mit 58 Toren für die Bayreuth. Zuletzt war er für seinen Verein als Libero tätig. Der sympatische Deutsche wollte nie großes Aufheben um seine Person machen, denn wie er selbst anmerkte,habe er ja nie im Nationalteam oder in der deutschen Bundesliga gespielt. Wir können froh sein, dass Wolfgang Breuer Wacker Innsbruck der Bundesliga vorgezogen hat denn für uns hat er Großes geleistet. Seinen Vereinen ist „Bobby" treu geblieben. Neben den jährlichen Treffen mit seinen Kameraden aus der Bayern Hof Zeit, trifft er sich auch öfters mit den Wackerlegenden zu Revals. Zuletzt im Herbst 2006 am Achensee.

 


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Geschrieben von Rudolf Tilg
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