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Ehemalige Spieler/innen und Trainer

Pezzey Bruno

b_150_100_16777215_00_images_geschichte_2008_pezzey_hrubesch.jpgDer FC Wacker INNSBRUCK feiert heuer sein 100 jähriges Bestehen. Das ist Anlass genug für das tivoli12 magazin, Legenden von damals dem Leser von heute näher zu bringen. 

Traumkarriere mit jähem Ende

Bruno Pezzey wurde am 3. Februar 1955 in Lauterach geboren. An diesem Ort begann auch die Karriere des Defensivspielers, als er für den FC Lauterach seine Fußballschuhe schnürte. Mit 18 Jahren holte der FC Vorarlberg 1973 Pezzey in die Bundesliga. Gleich in seiner Premierensaison absolvierte der Verteidiger 28 Einsätze und erzielte drei Tore. Dies weckte natürlich auch die Interessen anderer Vereine.

Das erste Innsbruck-Engagement

Auch der damalige Meister SSW Innsbruck war auf den Verteidiger aufmerksam geworden. Es gelang, Bruno Pezzey für die Saison 1974/75 als Neuzugang zu präsentieren. Nach dem ersten Jahr im schwarz-grünen Dress bejubelte der Vorarlberger seine ersten beiden Titel. Innsbruck holte sowohl die Meisterschale als auch den Pokal des Cupsiegers an den Inn. Zudem gelang der Sieg im Mitropacup. Für den jungen Verteidiger gab es daneben noch das Highlight seines Teamdebüts für Österreich.

Es folgte der Vizetitel in beiden Bewerben, ehe 1977 der Meisterteller zurück an den Inn geholt werden konnte. In der darauffolgenden Saison machte Wacker Innsbruck vor allem international von sich reden. Erst im Viertelfinale schied man aus dem Europacup der Meister unglücklich gegen Borussia Mönchengladbach aus. Gladbach stieg dank der Auswärtstoregel auf. Nach Siegen gegen Basel und Celtic Glasgow, die in Salzburg 3:0 geschlagen wurden, waren die Schwarz- Grünen in die Runde der letzten Acht gekommen. Bruno Pezzey war zudem Fixbestandteil der Nationalmannschaft, die den Sprung zur WM nach Argentinien 1978 schaffte. Das Team erreichte in Argentinien den siebten Endrang, der Defensivspieler war auch beim legendären 3:2 Sieg gegen Deutschland mit von der Partie.

Die Zeit als Legionär

Im Vereinsfußball folgte der Verteidiger 1978 dem Ruf des Adlers und unterschrieb bei Frankfurt am Main. Auch in Deutschland spielte Pezzey sehr erfolgreich. Mit Frankfurt gelang ihm der UEFA Cup Sieg 1980. Schied er mit Wacker Innsbruck gegen Gladbach noch wegen der Auswärtstorregel aus, kehrte das Glück dieses Mal zurück. Denn Frankfurt holte den Pokal gegen Mönchengladbach aufgrund dieser Regel. 1981 fixierte der Verteidiger auch den ersten Titel auf nationaler deutscher Ebene. Der Pokalsieg wurde bejubelt. Bei Frankfurt hatte der Verteidiger 141 Einsätze absolviert, bei denen ihm 27 Tore gelangen und er auch als Kapitän fungieren durfte. Pezzey unterschrieb 1983 bei Werder Bremen. In Bremen konnte der Vorarlberger keine Titel bejubeln, scheiterte jedoch zwei Mal ganz knapp an der Meisterschaft. Bremen musste sich 1985 und 1986 mit dem Vizemeistertitel begnügen, 1986 lag es nur an der schlechteren Tordifferenz. Für Werder bestritt er 114 Einsätze, die Fans bejubelten 18 Pezzey-Tore.

Karriereausklang in Innsbruck

Zu Beginn der Saison 1987/88 kehrte der Defensivspieler zu alter Wirkungsstätte zurück. Von der Weser ging es retour an den Inn zum Tiroler Bundesligisten. 1988/89 war Pezzey Teil der Mannschaft, die das Double gewinnen konnte. In der Folgesaison gelang es den Meistertitel zu verteidigen. Am Ende der Saison 89/90 beendete Bruno Pezzey seine sehr erfolgreiche Karriere. Für Innsbruck hatte der Verteidiger insgesamt 215 Einsätze in der Meisterschaft absolviert, dabei 25 Tore geschossen. Im Cup hatte er das Dress 35 Mal übergestreift und sechs Mal die Fans jubeln lassen. Auf internationaler Bühne kamen noch 30 Spiele und fünf Tore hinzu. Auch nach der aktiven Karriere blieb der Vorarlberger dem Fußball verbunden. Der ÖFB berief ihn zum Nachwuchsleiter. Am Silvestertag 1994 erlitt der Verteidiger bei einem Eishockeymatch einen plötzlichen Herztod. Zum Andenken an Bruno Pezzey, ein Ausnahmeverteidiger für österreichische Verhältnisse, wird jedes Jahr ein Benefizturnier ausgetragen, bei dem zahlreiche ehemalige Fußballgrößen aus Österreich und Deutschland teilnehmen.


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Geschrieben von Michael Hohlbrugger
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